Lust auf was Inspirierendes?
Dann ab zu unseren Baufamilien. Lass dich von ihren Erfahrungen ermutigen und motivieren.
08.06.2026
Bevor du zur Säge greifst, kommt kurz der Kopf dran.
Frag dich:
Wie viele Leute sollen bequem sitzen können?
Willst du eher Lounge (viel Liegen) oder eher Essbereich (aufrecht sitzen)?
Hast du eher Sonne oder Schatten an deinem Wunschplatz?
Soll die Lounge direkt ans Haus, auf die Terrasse oder frei in den Garten?
Tipp: Mach dir eine kleine Skizze mit groben Maßen. Für eine gemütliche Lounge mit Eckbank kannst du als Richtwert rechnen:
Sitzhöhe: ca. 40–45 cm
Sitztiefe: ca. 60–70 cm
Rückenlehne: ca. 90 cm Gesamthöhe
So sitzt du später wie ein Boss – nicht wie auf einem zu kleinen Kindergartenstuhl.
Stabiler Untergrund = stabile Lounge. Wackeln ist was für Tischgespräche, nicht für die Konstruktion.
Geeignete Untergründe:
bestehende Terrasse (Beton, Stein, WPC)
fest verlegte Terrassenplatten
Schotter/Splitt-Bett mit Platten oben drauf
Wenn du auf Erde oder Rasen baust:
Fläche abstecken
Oberboden ca. 20–30 cm abtragen
Schotter einfüllen und verdichten
Oben eine Schicht Splitt und Terrassenplatten verlegen
Ja, ist ein bisschen Arbeit. Aber du willst ja, dass deine Lounge nächsten Sommer immer noch gerade steht.
Die Basics für eine Holz-Lounge (z.B. L-Sofa auf Podest):
Holz (z.B. Douglasie, Lärche oder kesseldruckimprägniertes Konstruktionsholz):
Balken für Unterkonstruktion (z.B. 6×8 cm)
Bretter oder Terrassendielen für Sitzfläche & Podest
Latten für Rückenlehne
Außerdem:
Edelstahlschrauben für Außenbereich (verschiedene Längen)
Winkelverbinder, ggf. Pfostenträger
Holzschutzlasur oder Öl für draußen
Wasserwaage, Akkuschrauber, Säge, Zollstock, Bleistift
Nice to have:
Gehrungssäge (für saubere Winkel)
Abdeckplane oder Pavillon, damit du nicht im Regen schraubst
Wenn du deine Lounge auf ein kleines Podest setzt, wirkt alles direkt hochwertiger – und du bist etwas entkoppelt von Bodenfeuchte.
So gehst du vor:
Rahmen bauen: Aus Balken einen rechteckigen Rahmen in Wunschgröße schrauben (z.B. 2,40 m × 2,40 m).
Querstreben einziehen: Alle 40–50 cm eine Querstrebe einsetzen. Das verhindert Durchbiegen, wenn später alle drauf lümmeln.
Podest ausrichten: Mit Wasserwaage und Keilen / Platten den Rahmen so ausrichten, dass alles gerade ist.
Dielen aufschrauben: Terrassendielen oder Bretter von oben aufschrauben – immer eine kleine Fuge lassen (3–5 mm), damit Wasser ablaufen kann. Jetzt hast du schon mal die Chill-Bühne. Fehlen nur noch die Sitzplätze.
Für eine gemütliche L Form baust du zwei Bänke, die in der Ecke zusammentreffen.
Grundprinzip:
Du baust Kisten/Bankrahmen aus Balken
Oben drauf kommen Bretter als Sitzfläche
Vorgehen:
Bankrahmen zuschneiden: Länge z.B. 2,00 m für die lange Seite, 1,60 m für die kurze Seite. Tiefe ca. 60–70 cm.
Gestell schrauben: Aus den Balken einen rechteckigen Rahmen bauen, innen ggf. Längsstreben zur Stabilisierung.
Beine oder seitliche Wangen: Entweder eigene Beine montieren oder die Bankseiten aus Brettern schließen – dann wirken die Bänke wie massive Boxen.
Sitzfläche aufbringen: Bretter oder Dielen oben bündig verschrauben. Wieder Fugen lassen, damit Wasser abziehen kann.
Fixieren: Damit nichts verrutscht, kannst du die Bänke von unten mit dem Podest verschrauben.
Ohne Rückenlehne ist’s nur halb chillig. Also:
Lehnenpfosten setzen
An der Rückseite der Bänke senkrechte Pfosten befestigen (z.B. alle 60–80 cm).
Tipp: leicht nach hinten geneigt (ca. 10–15°), dann sitzt du entspannter.
Lehnenbretter montieren
Horizontal Bretter anschrauben – entweder mit Abstand dazwischen (luftig) oder geschlossen (gemütlicher, winddichter).
Kanten brechen
Scharfe Kanten leicht abschleifen, damit später kein Shirt und keine Haut leidet.
Holz ist draußen ein bisschen Diva – kümmern lohnt sich.
Alle Flächen anschleifen (Staub entfernen)
Mit Holzschutzlasur oder Terrassenöl behandeln
Besonders exponierte Stellen (Kanten, Schnittflächen) gut einstreichen
So bleibt deine Outdoor-Lounge nicht nur stabil, sondern sieht auch die nächsten Saisons noch aus wie „gerade erst gebaut“.
Ab hier wird’s richtig du.
Polster & Textilien
Dicke Sitzkissen + Rückenpolster = Sofa-Feeling
Outdoor-Stoffe oder abziehbare Bezüge sind Gold wert, wenn mal was daneben geht
Kissen in deinen Lieblingsfarben – oder passend zu deinem Living Haus Style
Licht & Stimmung
Lichterketten an der Rückenlehne oder am Haus
Solarleuchten im Boden oder zwischen Pflanzen
Laternen, Windlichter, vielleicht eine kleine LED-Lampe auf dem Tisch
Extras für noch mehr hausleben draußen
Kleiner Beistelltisch oder integrierte Ablage aus Holz
Pflanzkübel ums Podest herum (z.B. Gräser, Lavendel, kleine Gehölze)
Outdoor-Teppich für extra Cozy-Vibes
So wird aus „Holzkonstruktion“ ein echter Wohnbereich unter freiem Himmel.
Immer auf stabile Verschraubungen achten – besonders bei Rückenlehnen
Schrauben für Außenbereich nutzen (Edelstahl, verzinkt)
Unter die Holzunterkonstruktion kleine Distanzklötze/Unterleger setzen, damit nichts dauerhaft im Wasser steht
Regelmäßig checken: lockere Schrauben nachziehen, Holz einmal pro Jahr nachpflegen
Dein Garten. Deine Lounge. Dein Selbermacher Stolz.
Mit ein bisschen Planung, ein paar Werkzeug-Basics und dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung baust du dir deine eigene Outdoor-Lounge. Dann hast du nicht nur einen Garten, du hast dein zweites Wohnzimmer draußen.