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Veröffentlicht am 11. Juli 2016 von Jörg Gottschling

Werkzeug kurz erklärt #3: Leatherman

Des Heimwerkers bester Freund ist wie ein treuer Hund: Ein Gefährte, der einem überall hin folgt und doch nie stört, aber immer dann parat ist, wenn man ihn wirklich braucht. Immer zur Hand und doch selten größer als eine solche vereint der Leatherman gleich verschiedene Werkzeuge in sich. Auf Reisen ist er durch seine kompakte Form, genauso hilfreich wie er in der Besteckschublade jeder Küche zunächst deplatziert wirkt. Warum sein Platz dennoch auch am heimischen Herd sein sollte, erzählen wir euch jetzt…

 

Wie sieht ein Leatherman aus?

Der Leatherman wurde zwischen 1975 und 1980 von Tim S. Leatherman, einem US-amerikanischen Ingenieur aus Portland, entwickelt. Mit Leder, wie der englische Name in seiner Übersetzung vermuten lässt, hat er jedoch wenig zu tun.  Vielmehr besteht das Werkzeug nahezu vollständig aus rostfreiem Metall. Obendrein hat er keine ledrige Knautschzone, sondern zeigt sich auf den ersten Blick als ein sehr zerknautschtes Instrument. Denn er hat gleich zwei Positionen inne: eine Ruhende und eine Aktive. In zusammengeklappter, ruhenden Form ist er viereckig. Wird er aktiviert, sind seinen optischen Facetten als Werkzeug (fast) keine Grenzen gesetzt. Denn der Leatherman ist nicht nur ein Werkzeug, sondern vereint nicht selten gleich ein knappes Dutzend an Werkzeugen.

 

Wofür braucht man einen Leatherman?

Wer ihn zu öffnen vermag, dem offenbart der Leatherman seine geheimnisvollen Kräfte: Messer, Schraubendreher, Dosenöffner, Schere, Feile und manchmal sogar eine Säge sind nur einige Werkzeuge, die in ihm vereint werden. Das Herzstück eines jeden Leathermans ist jedoch die Zange.

Das individuell einsetzbare Multifunktionswerkzeug gibt es zudem in verschiedenen Ausführungen und es richtet sich in seinen integrierten Bestandteilen nach der Verwendung des Nutzers. So ist in dem einen Modell eine Greifzange, im anderen eine Spitzzange oder gar ein Drahtschneider eingebaut. Auch verschiedene Messer-Typen und dementsprechend auch Größen des Leathermans selbst sind denkbar. Sogar als Armband ist er mittlerweile zu erhalten.

 

Wieso ist ein Leatherman so ein gutes Werkzeug?

Der Grund ist so einleuchtend wie logisch: Der Leatherman kann überall mit hingenommen werden, ist robust gebaut und bestens geeignet für Reparaturen auf Reisen oder kleineren Ausbesserungen im Haushalt. Weil er sich in seiner eingeklappten Form nicht sofort als Werkzeug offenbart und obendrein in seiner kompakten Form in jede Schublade passt, ist er wohl das einzige Multifunktionswerkzeug, das selbst in der Küche nicht stört, sondern perfekt aufgehoben scheint.

Seine Schutzhülle, und hier wird er dann doch seinem Namen gerecht, ist eine Ledertasche, die man praktisch am Gürtel befestigen kann. So wird er wahrhaftig zu einem treuen Begleiter in allen Lebenslagen.  Günstige Leatherman-Imitate gibt es schon ab 40 Euro. Wer jedoch ein echtes Original haben möchte, der muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Ab einer Investition von 100 Euro erwirbt man einen kleinen Heimwerkerhelfer, der ein Leben lang halten kann.

Nutzt ihr auch Multifunktionswerkzeuge, wie einen Leatherman oder ein Schweizer Taschenmesser? Was sind eure Erfahrungen mit diesen Allzweckhilfen?

 

Quellen: wikipedia.org

 

 

Jörg Gottschling

Chronischer Querdenker im #Hashtag-Fieber, aktiver Blogger & Digital Native auf der Suche nach mehr Leben im Alltag.

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