Das Niedrigenergiehaus: Der Standard für die Energiewende

Exzellent gedämmt, effizient beheizt

 

Hinter dem Begriff Energiewende versteckt sich nicht weniger als die Abkehr von fossilen Energieträgern und der Umstieg auf eine nachhaltige Energiewirtschaft. Die zwei wesentlichen Elemente dieser Wende sind die umweltschonende Energieerzeugung und eine drastische Reduzierung des Energieverbrauchs. Das betrifft auch die Art, wie wir wohnen – vor allem im Hinblick auf Heizung und Lüftung. Der Gesetzgeber hat in den vergangenen Jahren die Anforderungen an energieeffizientes Bauen deutlich verschärft. Damit soll in Deutschland kein Haus mehr gebaut werden, das die Eigenschaften eines modernen Niedrigenergiehauses nicht erfüllt. Viele Neubauten benötigen gegenüber unsanierten Altbauten heute schon – ganz ohne ökologisches Hightech – nur noch ein Drittel der Heizenergie. Entsprechend werden für Bauherren und Mieter auch die Heizkosten immer geringer. Wo ein neu gebautes Haus vor rund zehn Jahren stattliche 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr verbrauchte, sind heute sogar 0 Kilowattstunden durchaus realisierbar. Entsprechend sollten Sie bei einem Niedrigenergiehaus Kosten und Einsparungen immer genau gegenüberstellen. Denn höhere Preise beim Bau können langfristig durch einen geringeren Gasverbrauch schnell ausgeglichen werden.

Obwohl viele Bauunternehmer oder Fertighausanbieter den Begriff des Niedrigenergiehauses anführen, kann ein Niedrigenergiehaus letztlich nicht eindeutig definiert werden. Es gibt aber Richtwerte, die als Orientierung dienen können. Danach bezeichnet man ein Einfamilienhaus als Niedrigenergiehaus, wenn der Heizwärmebedarfswert geringer als 70 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr ist. Das entspricht rechnerisch einem Verbrauch von rund 7 l Heizöl pro m²/Jahr. Gemäß der Energiesparverordnung (EnEV) ist ein Niedrigenergiehaus heute der Standard. Natürlich können Sie auch einen Altbau durch entsprechende Umbaumaßnahmen in ein Niedrigenergiehaus umwandeln.

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Prinzipien eines Niedrigenergiehauses

 

Die Energiesparverordnung (EnEV) lässt es Ihnen als Bauherrn offen, auf welche Art ein niedriger Energieverbrauch erzielt wird. Für das zu bauende Haus können individuell verschiedene Maßnahmen ineinander greifen. Ein paar grundlegende Gedanken müssen beim Bau eines Niedrigenergiehauses aber beachtet werden. Beispiel: Größe der Gebäudehülle. Je größer die Außenflächen sind, desto wichtiger ist die Dämmung, die verhindert, dass Wärme durch Wände oder Decken ins Freie entweicht. Darüber hinaus wirken sich Sondergebäudeformen wie zum Beispiel Vorsprünge, Einschübe sowie spitze Winkel eher negativ auf die Energiebilanz aus.

Eine optimale Wärmedämmung gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein Niedrigenergiehaus. Für den Wärmeschutz eines Bauteils müssen Sie den U-Wert (früher: k-Wert) kennen. Ein guter U-Wert für eine Gebäudehülle liegt bei unter 0,2 W/(m²K). Je tiefer die Kennzahl, desto besser sind die Dämmeigenschaften. Die Dicke einer Wand alleine sagt dabei noch nicht viel über ihre isolierende Wirkung aus. Verglichen mit Massivhäusern sind die Außenwände von Fertighäusern in der Regel deutlich dünner. Trotzdem bieten Ihnen diese Außenwandstärken von rund 20 cm exzellente U-Werte. Oft sind sie sogar besser als die von massiven Wandaufbauten.

Beim Niedrigenergiehaus kommt es auf den U-Wert an

 

Diese sehr guten Dämmeigenschaften sind bei Fertighäusern auf die übliche Holzrahmenkonstruktion zurückzuführen. Hierbei kommen spezielle hochdämmende Materialien zum Einsatz. Bevor die Holzständer zu beiden Seiten mit Platten eingefasst werden, werden die Zwischenräume zwischen den tragenden Balken mit Dämmmaterial gefüllt. Sie als Bauherr profitieren zudem von einem weiteren positiven Nebeneffekt: Raumgewinn. Das kann zum Beispiel bei einem Haus mit zwei Geschossen und einem Grundriss von rund sieben mal neun Metern zusätzliche fünf bis acht Quadratmeter Raumgewinn ausmachen.

Die Fensterflächen Ihres Effizienzhauses sollten idealerweise einem U-Wert von maximal 1,3 W/(m²K) entsprechen. Dafür müssen Sie sich für Fenster mit Wärmeschutzverglasung entscheiden. Wärmeschutzfenster mit Zwei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung bestehen in der Regel aus Holz, Aluminium oder Kunststoff. Bauteile, wie zum Beispiel eine Kellerdecke, die unbeheizte von beheizten Räumen separieren, müssen Sie ebenfalls für ein Energiesparhaus dämmen lassen. Kellerwände und -decken sollten einen U-Wert von rund 0,3 W/(m²K) aufweisen. Die Dämmschicht beträgt dabei 12 bis 15 cm. Der U-Wert von Dächern darf beim energieeffizienten Bauen nicht höher als 0,15 W/(m²K) sein. Die Dämmstoffdicke eines Dachs muss dafür etwa zwischen 25 cm und 30 cm liegen.

Kostengünstig Heizen in einem Niedrigenergiehaus

 

In einem Niedrigenergiehaus oder auch einem Nullenergiehaus ist der Energieverbrauch bzw. der Wärmebedarf grundsätzlich geringer. Dies gilt in ganz besonderem Maße für ein Passivhaus. Das sind Häuser, die unter anderem wegen ihrer Haustechnik sowie einer optimalen Wärmedämmung in der Regel keine klassische Heizanlage benötigen. Im Allgemeinen sind die Heizperioden in diesen Gebäuden insgesamt kürzer.

Da die Gebäudehüllen von modernen Niedrigenergiehäusern sehr luftdicht sind, kann auch die Feuchtigkeit nicht mehr so leicht entweichen. Aus diesem Grund kommt einem ausgeklügelten Lüftungssystem eine große Bedeutung zu. Mit einer geregelten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung wird das Lüften über die Fenster überflüssig und die Bewohner können sich immer darauf verlassen, dass sie in ihrem Haus frische Luft atmen. Solche Lüftungsanlagen, die per Wärmetauscher die Energie aus der Abluft ziehen und damit die Frischluft vorwärmen, verhindern nicht nur unnötige Wärmeverluste, sondern erhalten auch die Bausubstanz, da die ständige, temperierte Frischluftzufuhr Schimmelbildung verhindert.

Daneben macht die Kombination aus exzellenter Dämmung und Wärmerückgewinnung auch den Einsatz kleinerer und energiesparender Heizungssysteme möglich. Sie produzieren nicht nur kostengünstig die notwendige Wärme, sondern lassen sich häufig auch mit regenerativen Energietechniken wie einer Photovoltaikanlage kombinieren. In vielen Fällen können Sie auch ganz klassisch mit einem Kamin oder Kaminofen heizen.

Fördermöglichkeiten für ein Niedrigenergiehaus

 

Der Bund und auch viele Bundesländer unterstützen das energieeffiziente Bauen mit verschiedenen Programmen. Welche Gebäudetypen – wie zum Beispiel Niedrigenergiehäuser, Nullenergiehäuser oder Passivhäuser – zu welchen Bedingungen aktuell gefördert werden und welche Standards dafür gefordert werden, orientiert sich nach der bestehenden Energieeinsparverordnung. So gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) günstige Darlehen für Gebäude, deren Energiebilanz unterhalb der Richtlinien der EnEV angesiedelt ist. Wenn Ihr Haus den Mindeststandard deutlich übertrifft, können Sie sogar mit einer Förderung von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit rechen. Damit unterstützt die KfW den Bau von Niedrigenergiehäusern, die deutlich unter diesen Grenzwerten liegen. Das gilt natürlich auch, wenn Sie ein Fertighaus bauen.

Wenn Ihr Haus den Jahres-Primärenergiebedarf der Vorgaben der EnEV unterschreitet, haben Sie Anspruch auf Vergünstigungen aus dem Programm „Energieeffizient Bauen“. So werden neben einem Passivhaus auch die KfW-60- und KfW-40-Häuser gefördert. Die Zahlen 60 und 40 verdeutlichen den Primärenergiebedarf. Das heißt, für die Heiztechnik und die Warmwasserbereitung sollte der Energieaufwand (plus Erzeugung und Transport) nicht höher als 60 bzw. 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr ausfallen. Bitte beachten Sie: Die Richtlinien der EnEV verändern sich immer wieder! Damit ändert sich natürlich auch die jeweilige Förderpraxis. Das heißt, ein Gebäude, das heute noch förderfähig ist, könnte es nach einer künftigen Novellierung der EnEV schon nicht mehr sein.

Wenn Sie mit Living Haus Ihr Niedrigenergiehaus bauen, sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Gerade weil es keine klare Definition für den Standard gibt, kann es schwierig sein, die Vor- und Nachteile im Einzelnen zu überblicken. Doch wir helfen gerne weiter. Ob Holzhaus oder Steinhaus – wir zeigen Ihnen, worauf es beim Kaufen zu achten gilt. Wir bieten Ihnen nicht nur energieeffiziente Häuser, sondern beraten Sie auch ausführlich zu allen Themen rund um die Finanzierung und Förderung Ihres Traumhauses.